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 Betreff des Beitrags: Diese verdammten evangelikalen Missionare
BeitragVerfasst: Dienstag 19. Oktober 2004, 22:11 
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Ich gucke schon seit 20:45 Uhr Arte, und ich rege mich von Minute zu Minute mehr auf. Erst kam was über Bush und wie er die Wählerstimmen bekommen hat, und nun kommt die ganze Zeit was über diese amerikanischen Evangelikalen. Die wollen nun auch nach Europa und da missionieren was das Zeug hält. Bei den Olympischen Spielen hatten sie z.B. 4000 Missionare vor Ort!

Was mich am meisten aufregt, ist dass sie ihre Auslegung des Christentums für die einzig wertvolle Religion halten. Sie werben sogar orthodoxe Christen ab. Ich kann nur hoffen dass die Europäer klug genug sind sich diesen Menschenfängern zu entziehen.
Ja sogar in der ganzen Welt bekehren und missionieren diese sektenähnlichen Organisationen.

EDIT: In Griechenland kriegen die Gott sei dank keinen Fuß in die Tür. Auch in Schweden gibt es diese Sekte. Der Pastor hatte eine Hassrede gegen Homosexuelle geführt und mußte dafür 30 Tage in den Knast. Richtig so! :top:
Diese Evangelikalen meinen Homosexualität wäre eine Geisteskrankheit und könne durch Therapie geheilt werden :wand: Gegen Abtreibung sind sie natürlich auch.

In Frankreich gibt es ein sogenanntes Picard-Gesetz, das Sekten verbietet. Da dadurch auch die Evangelikalen betroffen sein können, hat sich sogar die amerikanische Regierung eingeschaltet und französische Abgeordnete unter Druck gesetzt! Frechheit!


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BeitragVerfasst: Dienstag 19. Oktober 2004, 22:54 
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"Gehört Europa dem Teufel?" :weglach:

Solche Dinge sind in meinen Augen nur Modeerscheinungen, die vermehrt in politisch unruhigen Zeiten auftreten.
Die Situation in den USA wird von den hiesigen Medien teilweise auch etwas Übertrieben. Ein Freund von mir lebt seit knapp sieben Jahren in den USA (erst Washington D.C. und nun in Louissiana) und wundert sich immer wenn er zu Besuch in Deutschland ist und solche Berichte sieht.


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BeitragVerfasst: Dienstag 19. Oktober 2004, 23:05 
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Naja, das sind auch nicht gerade die schlimmsten Gegenden. Da muss er schon nach Texas oder Iowa.
Aber ich würde das nicht runterspielen, die werden mit Geldern von der Regierung unterstützt. Diese Gelder bekommen natürlich nur CHRISTLICHE Organisationen :kotz:
Amerikanische Lobbyisten ziehen nun auch Brüssel um dort weiter gegen das Picard-Gesetz zu kämpfen. Was mischen sich diese scheiß Amis bitte in die europäische Politik ein?
Meiner Meinung nach sind das genauso Fundamentalisten wie Al Quaida. Nur dass Andersdenkende nicht mit Waffen bekämpft werden.


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BeitragVerfasst: Dienstag 19. Oktober 2004, 23:44 
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Zitat:
Meiner Meinung nach sind das genauso Fundamentalisten wie Al Quaida.

Seh ich ähnlich, man darf diese Art von (In-) Sekten nicht unterschätzen, sie sind gefährlich, verpesten das gesellschaftliche Klima und infiltrieren... :kotz:


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BeitragVerfasst: Mittwoch 20. Oktober 2004, 11:01 
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Affenfreund hat geschrieben:
Meiner Meinung nach sind das genauso Fundamentalisten wie Al Quaida. Nur dass Andersdenkende nicht mit Waffen bekämpft werden.

zumindest nicht mit physischen waffen ;)

aber ich schätze mal dass diese religiösen gruppierungen noch das geringere übel darstellen, und ich halte europa für aufgeklärt genug, diesem einfluss nicht ausgesetzt zu sein. davon abgesehen gibt es ja noch die kath. kirche; und frankreich denke ich wird - durch die beziehungen gegenüber amerika - wohl eher keine rücksicht auf amerikanische bedürftnisse nehmen; die wollen doch eh unabhängig bleiben und sind - afaik - größtenteils antireligiös eingestellt.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 20. Oktober 2004, 13:38 
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ich ahb mir au den gesamten Themenabend angesehen...und ich muss sagen, dass ich das ganze teils schon rel. beängstigend fand...auf der anderen seite fand ich die aktionen der leute der "411"-kirche im grunde ziemlich positiv...wär da nicht immer dieser "missionarische" unterton (à la "NY ist das tor zur welt - wir wollen die gesamte welt >evangelisieren<") wär ich positiv überrascht gewesen...aber dann mitglieder werben und denen 10% ihres gehalts abknöpfen?...DAS hat für mich Sektencharakter... :oerx: ...

besonders gut hat mir auch im ersten beitrag der kommentar eines geistlichen (?!) zu bushs rhetorik gefallen, der wiederholt meinte, das wäre "falsche theologie"...besonders bezogen auf das "gut&böse/wer nciht für uns ist, ist gegen uns" ich bin nicht gut in bibelzitaten, aber ich finde an dem satz "man zeigt auf den dorn im auge des andere, sieht aber den balken im eigenen nicht" hat mir in diesem zusammenhang sehr gut gefallen...und dabei möcht ich au mal Affenfreund zitieren:

Affenfreund hat geschrieben:
Was mischen sich diese scheiß Amis bitte in die europäische Politik ein?


deine Empörung in allen ehren - aber was tust du denn?...wenn, dann gleiches recht für alle...wer kann denn behaupten, dass "wir europäer" eine so viel demokratischere, gebildetere gesellschaft haben?...ok...die amis haben evtl. religiöse fundamentalisten in der regierung...dafür bekommen bei uns in DE die "braunen" anscheinend immer mehr zulauf...ich will damit nur sagen, dass man bei aller kritik an amerika sich immer au an die eigene nase fassen sollte und eben immer au im hinterkopf haben sollte, dass man selbst, oder au das "eigene" system/land/regierung auch nicht perfekt oder gar in so mancher hinsicht dem kritisierten unterlegen ist...denn nur wenn man seine eigenen fehler nicht einsieht, kommt man imho zu ansichten und meinungen, wie bush sie in mehreren gestern zu sehenden/hörenden reden vertrat (amerika quasi als letzte gute bastion gegen das böse, die alle richtigen werte darstelt und verteidigt...)...

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BeitragVerfasst: Mittwoch 20. Oktober 2004, 15:19 
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The_Donkey hat geschrieben:
aber dann mitglieder werben und denen 10% ihres gehalts abknöpfen?...DAS hat für mich Sektencharakter... :oerx: ...

also das mit der kohle würde ich nicht dazu zählen, in irgendeinem land wurde doch scientology als kapitalgesellschaft, und nicht als sekte anerkannt (und musste dementsprechend steuern zahlen, oder?)

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BeitragVerfasst: Mittwoch 20. Oktober 2004, 19:57 
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Zitat:
deine Empörung in allen ehren - aber was tust du denn?...wenn, dann gleiches recht für alle...wer kann denn behaupten, dass "wir europäer" eine so viel demokratischere, gebildetere gesellschaft haben?...ok...die amis haben evtl. religiöse fundamentalisten in der regierung...dafür bekommen bei uns in DE die "braunen" anscheinend immer mehr zulauf...ich will damit nur sagen, dass man bei aller kritik an amerika sich immer au an die eigene nase fassen sollte und eben immer au im hinterkopf haben sollte, dass man selbst, oder au das "eigene" system/land/regierung auch nicht perfekt oder gar in so mancher hinsicht dem kritisierten unterlegen ist...denn nur wenn man seine eigenen fehler nicht einsieht, kommt man imho zu ansichten und meinungen, wie bush sie in mehreren gestern zu sehenden/hörenden reden vertrat (amerika quasi als letzte gute bastion gegen das böse, die alle richtigen werte darstelt und verteidigt...)...


Da hst Du natürlich Recht und ich fand das Balkenzitat auch genial. Aber Europäer mischen sich auch nicht in amerikanische Politik ein, und darum ging es mir. Die schicken auch keine Leute hin um Dampf zu machen, oder setzen gezielt Senatoren unter Druck.
Und die rechte Szene ist in Amiland viel ausgeprägter als bei uns.


@flashbeast: Aber genau so finanzieren sich Sekten. Und die Methoden sind ähnlich manipulativ.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 20. Oktober 2004, 20:47 
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flashbeast hat geschrieben:
The_Donkey hat geschrieben:
aber dann mitglieder werben und denen 10% ihres gehalts abknöpfen?...DAS hat für mich Sektencharakter... :oerx: ...

also das mit der kohle würde ich nicht dazu zählen, in irgendeinem land wurde doch scientology als kapitalgesellschaft, und nicht als sekte anerkannt (und musste dementsprechend steuern zahlen, oder?)


öhm...du überliest hier evtl. das kleine wörtchen "mich"...(habs für dich nochmal hervorgehoben... ;-) )...das hat für mich mehr mit Kapitalismus als mit religion zu tun und ab da wirds für mich (wieder mal) scheinheilig... :kotz:

@affenfreund - ich hab in den beiträgen (hab aber au so 5-10mins net mitbekommen...kann sein, dass es da kam) nix davon mitbekommen, dass die amerik. regierung da druck auf Europa ausübt... :roll: ...das einzige was mir noch in errinerung geblieben ist, ist der breif von madelaine albright...und ich meine - wenn ein land damit hadert eine in einem anderen land anerkannte Religion als sekte zu klassifizieren, kann ich gut verstehen, dass es da zu diplomatischem austausch kommt...drohungen, wenn sie die evangelikalen als sekte einordnen sind mir net im gedächtnis geblieben oder irgendwas anderes, was ich als "einmischung" einordnen würde... :roll: ...und "geschickt" wurden die doch au net, oder hab ich das falsch verstanden?...und z.B. anti-bush proteste...da sind bestimmt au europäer in den USA und "mischen" sich so in die amerik. politik ein... :zwinker: ...und ob die rechte szene in den USA ausgeprägter is als hier weiß ich net, aber im grunde isses au rel. egal...ich denke, was ich damit sagen wollte is klar geworden...ich bekomm halt immer wieder das gefühl, dass seit moore (oder schon davor) das "USA-kritisieren" quasi ein volkssport geworden ist (sehr viel dabei so auf "stammtisch-niveau", dass ich teils au moore unterstelle und was mein größter kritikpunkt an ihm is) bei dem man so schön über andere "herziehen" kann und dabei eben den "balken im eigenen auge" nicht sieht...halt immer wieder sagen, wie schlecht/blöd/radikal/etc. "die amis" doch sind, nur um net in die situation im eigenen land zu sehen... :roll: ...find ich nur halt irgendwie bedenklich... :häh:

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BeitragVerfasst: Mittwoch 20. Oktober 2004, 22:16 
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Doch, die haben Leute nach Frankreich geschickt. Der eine Lobbyist hat sich schon mal häuslich eingerichtet und sein neues Büro bezogen, das haben sie auch gezeigt. Und dass franz. Parlamentarier gezielt unter Druck gesetzt wurden haben sie auch gesagt.
Sicher gibt es in Deutschland auch Probleme, aber das was die USA da machen betrifft die ganze Welt und schließlich auch Europa. Meiner Meinung nach auch schwerwiegender als innenpolitische Konsequenzen wie z.B. die totale Überwachung, welche ja nur wegen des Kampfes gegen den Terror legitim geworden ist. Auch hier haben die USA also indirekt die Finger im Spiel. Oder erinnere Dich mal an die Herausgabe der Passagierdaten von Flugzeugen.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 20. Oktober 2004, 22:53 
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The_Donkey hat geschrieben:
öhm...du überliest hier evtl. das kleine wörtchen "mich"...

ne, ist schon richtig, daher auch meinerseits das kleine wörtchen "ich" :)

Affenfreund hat geschrieben:
ich bekomm halt immer wieder das gefühl, dass seit moore (oder schon davor) das "USA-kritisieren" quasi ein volkssport geworden ist

seit der zerstörung der twintower. davor war es aber...naja, ein schiefes anschauen. wir haben in der schule jedenfalls im lehrplan z.b. die schulische ausbildung in amerika, und da wird sehr...wie nennt man das...zentralistisch eingebläut. von früh an. amerika ist ja so toll, mittelpunkt der welt (es wird stets von "amerika und der rest der welt" gesprochen). viele kennen nur amerika (kann ich nachvollziehen, amerika bietet sicherlich genug verschiedene landschaften). kulturell kommen die quasi nur mit klischees in kontakt. polizei wird - gerade bei den ländlicheren gebieten - noch sehr ernst genommen, quasi fast schon "kontrollierer" statt "freund und helfer".
und die usa wird oft als uneinnehmbar angesehen (oder wie war das noch gleich?), als letzte festung; wahrscheinlich, weil so weniger internationale kriege auf amerikanischem boden stattfanden (mir wüde spontan nur der ww2 einfallen), daher auch so extrem die wirkung auf den "krieg der armen". denn ich denke dass nur in wenigen gebieten der usa der klischee-terror straßenschießerei, gangs usw. existieren (in den ballungsgebieten eben).

das ganze beruht natürlich auf ziemlich eingeschränkte einblicke in die amerikanische "psyche" - ich hab auch einige amerik. austauschschüler kennengelernt, die mehr oder weniger "modern" eingestellt waren.

für mich hat amerika irgendwie das bild vom china des mittelalters bzw. der renaissance.

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:applaus: ..... :top: :) Seh ich genauso. Nur das mit dem II. WK hab ich nicht verstanden: Da gabs doch keine Kämpfe auf US-Territorium.


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Wulli hat geschrieben:
@ flashbeast

:applaus: ..... :top: :) Seh ich genauso. Nur das mit dem II. WK hab ich nicht verstanden: Da gabs doch keine Kämpfe auf US-Territorium.


ich denk, er meint pearl harbour... :roll: ...hab mich da au gefragt...

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ja genau :)
naja, afaik lagen auch schon uboote vor new york, aber da bin ich mir grad nicht so sicher. ist ja auch irgendwie egal...

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